Kreta – Insel der Kultur und Mythen

Kreta-Insel der Kultur und Mythen Bekanntermaßen ist Kreta die größte griechische Insel und ein Hort von Kultur, Geschichte und vielen Mythen. Neben der Landwirtschaft (Wein, Weizen, Zitrusfrüchte und Oliven) ist der Fremdenverkehr der wichtigste Wirtschaftszweig. Auch die Fischerei spielt eine nicht unbedeutende Rolle.

Schon die Geschichte Kretas ist ein Mythos für sich. Nachweislich 6000 vor Christus siedelten sich hier Menschen an und es entwickelte sich die erste europäische Hochkultur, die Minoische Kultur. Etwa 5000 Jahre später übernahmen die Mykenäer die Vorherrschaft auf der Insel und brachten die griechische Sprache hierher. Die minoische Sprache wurde verdrängt. Wenige Jahrzehnte vor Christi Geburt übernahmen die Römer die Herrschaft. Die antike Kultur Kretas wurde von vielen Besatzern geprägt. Es folgten die Byzantiner, die nur kurzzeitig von den Sarazenen verdrängt wurden. Später gehörte Kreta zur Einflusssphäre der Republik Venedig und im 17. Jahrhundert wurde es dem Osmanischen Reich einverleibt. Erst kurz vor dem 1. Weltkrieg wurde Kreta Teil Griechenlands. Aus all diesen Epochen gibt es unzählige Zeugnisse auf der Insel. Für kulturell interessierte Urlauber ein unerschöpfliches Füllhorn.

Viele Mythen ranken sich um den Ursprung Kretas. Krete, eine Tochter Europas, soll mit ihrem Geliebten, einem ägyptischen König, hierher geflohen sein. Eine weitere Deutung beruft sich auf den ersten König namens Kres, ein Sohn des Zeus und einer Nymphe. Ihren wahren Name bekam die Insel wahrscheinlich über das lateinische Creta (deutsch „Kreide“).

Neben der historischen Kultur auf Kreta wird sich der Tourist auch für die gelebte Kultur interessieren. Hier hat sich eine ganz eigenständige, vom Festland vollkommen unterschiedliche, Art der Volksmusik herausgebildet, genannt Mantinades. Dies ist eine Art Sprechgesang im lokalen Dialekt. Seit die Insel ein Teil Griechenlands ist, hat natürlich auch die originär griechische Kultur hier Platz gegriffen. Als Sehenswürdigkeiten sind vor allem eine Unzahl archäologischer Stätten zu nennen. In Heraklion, der größten Stadt, findet man hierzu das Archäologische Museum, welches man sicher als Erstes besuchen sollte, um sich dann für ausgewählte Sehenswürdigkeiten auf Kreta entscheiden zu können. Den Palast von Knossos darf man auf keinen Fall versäumen, ebenso nicht die ehemals römische Festung Rethymnon. In Margarites, einem Töpferdorf, kann man auch heute noch traditionelles Handwerk bewundern und sich das eine oder andere Souvenir mit nach Hause nehmen.

Als Sehenswürdigkeiten der Natur wären die Hochebenen zu nennen, die zwischen den Bergmassiven eingebettet sind, ferner die Samaria Schlucht. An vielen Stränden kann man sich nach all dem Sehenswerten dann erholen, falls diese nicht schon als solche eine Sehenswürdigkeit darstellen. Einen gute Rat beherzigen heißt, man sollte vor Urlaubsantritt die geeigneten Ferienunterkünfte auf Kreta buchen.